Hormonspiralen (Mirena, Kyleena und Jaydess – Minispirale)

Sind Hormonspiralen eine sichere Methode?

 Hormonspiralen sind sehr sichere Methoden zur Empfängnisverhütung der Frau (Pearl Index Mirena® 0,2, Kyleena 0,16 und Jaydess® 0,41). Sie werden in die Scheide eingeführt und geben ständig das Hormon Levonorgestrel ab. Das Hormon bewirkt, dass sich um die Gebärmutter ein Schleimpropf bildet, der für Spermien undurchdringlich ist. Zudem wird die Aktivität der Spermien durch das Hormon gehemmt und der Aufbau von Gebärmutterschleimhaut verringert. Die verminderte Gebärmutterschleimhaut verhindert, dass sich ein Ei in der Gebärmutter einnisten kann.

Wo findet die Wirkung der Spirale statt?

Die Wirkung findet hauptsächlich lokal in der Gebärmutter statt. Das hat den Vorteil, dass die Hormonproduktion der Frau nicht grundsätzlich im ganzen Körper gestört wird. Der Eisprung findet weiterhin statt, nur die Eizellen werden nicht befruchtet. Die Hormonspiralen bewirken außerdem, dass die Regelblutungen schwächer werden, Unterleibsschmerzen vermindert und ein erhöhter Schutz vor Infektionen gegeben ist. Das Spirale-Einsetzen ist auch in Dämmerschlaf-Kurznarkose möglich.

Unterschiede zwischen Mirena®, Kyleena® und Jaydess®

Mirena®, Kyleena® und Jaydess® sind Markennamen für Hormonspiralen. Die Wirkung ist die gleiche. Die Spiralen unterscheiden sich in der Größe (Mirena® 3,2×3,2cm, Jaydess® und Kyleena® 28x30mm) und Menge des Levonorgestrels (Mirena® 52mg, Kyleena® 19,5 mg, Jaydess® 13,5mg). Nachdem die Hormonspirale eingesetzt wurde, ist sie nach sieben Tagen wirksam. Die Mirena®- und Kyleena®-Hormonspiralen können 5 Jahre in der Gebärmutter bleiben, die Jaydess®-Spirale 3 Jahre. Die unterschiedliche Zeit hängt mit der Menge des Levonorgestrels zusammen, die sich in der Spirale befindet. Die Spirale kann jederzeit früher von mir entfernt werden. Nachdem die Spirale entfernt ist, können Sie jederzeit wieder Schwanger werden.

Wann macht die Hormonspirale Sinn?

Eine Hormonspirale wird von mir ab 18 Jahren empfohlen. Das hängt mit der Größe der Gebärmutter zusammen: Ist diese schon im früheren Alter groß genug, kann eine Anwendung vor 18 Jahren Sinn machen. Die Patientin muss generell beim Einführen der Spirale durch den Gebärmutterhals entspannen können, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.Die Hormonspirale ist vor allem für Frauen sinnvoll, die ihren Hormonhaushalt nicht stören und ihren natürlichen Zyklus mit nur schwachen Blutungen beibehalten wollen. Gerade wenn starke Blutungen, Schmerzen bei den Blutungen, chronische Darmerkrankungen oder Nebenwirkungen der Antibabypille vermieden werden sollen, sind die Hormonspiralen Mirena®, Kyleena® und Jaydess® gute Lösungen. Bei einigen Erkrankungen jedoch sollten die Hormonspiralen vermieden werden. Im persönlichen Gespräch mit Frau Dr. Helmy-Bader erfahren Sie, ob sich die Hormonspirale für Sie eignet. Grundsätzlich erhebt Frau Dr. Helmy-Bader vor jeder Verschreibung von hormonalen Verhütungsmitteln (Pille, Verhütungsring, Pflaster, Spritze, Implantat, Hormonspirale), insbesondere vor der Erstverschreibung, eine ausführliche Eigen- und Familienanamnese und bewertet eventuell vorhandene Risikofaktoren, z.B. Thrombophilie, Lebererkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, Übergewicht, Anorexie, Leistungssport, Hypertonie.

Stört eine Hormonspirale beim Sex?

Nein, die Hormonspirale wird in die Gebärmutter und nicht in die Scheide eingesetzt und wird deshalb weder von Ihnen noch vom Partner gespürt.

Wie wird eine Hormonspirale eingesetzt?

Das Einsetzen einer Hormonspirale ist für Frau Dr. Helmy-Bader Routine. Sie wird vor dem Einsatz den Gebärmutterhals mit einer antiseptischen Lösung behandeln. Anschließend wird die Spirale mit Hilfe eines dünnen, weichen Kunststoff-Röhrchens in der Gebärmutter platziert. Über eine lokale Betäubung oder die Gabe von Schmerzmitteln wird der Eingriff reibungslos. Nach dem Einsetzen der Spirale überprüfe ich mit Ultraschall, ob alles richtig ist. Das Spirale-Einsetzen ist auch in Dämmerschlaf-Kurznarkose möglich.

Wie wirken sich die Hormonspiralen auf die Menstruation aus?

In den Eierstöcken reift jeden Monat eine Eizelle heran, die durch Spermien befruchtet werden kann. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird sie jeden Monat wieder abgebaut. Die Gebärmutterschleimhaut, die die Eizelle aufgebaut hat, wird dabei ebenfalls abgebaut und es kommt zu Blutungen, Unterleibsschmerzen und Rückenbeschwerden. Insbesondere bei starken Blutungen sind Frauen dann häufig im Alltag, auf Reisen, im Schwimmbad, in der Sauna oder beim Sex eingeschränkt oder fühlen sich zumindest unwohl.

Die lokale Abgabe des Gestagens Levonorgestrel über die Hormonspirale lässt im Gegensatz zu anderen Verhütungsmethoden zwar den Eisprung weiterhin zu. Das Hormon bewirkt aber, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht so stark aufgebaut wird. Die Menstruation wird dadurch kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft. Viele Frauen berichten, dass nach einem Jahr Verwendung einer Hormonspirale die Regelblutungen sogar ganz ausbleiben. Wenn die Blutungen ausbleiben und Sie befürchten, schwanger zu sein, machen Sie einen Schwangerschaftstest. Fällt dieser negativ aus, müssen Sie keinen weiteren Test machen. Die ausbleibende Blutung liegt an der Wirkung der Hormonspirale.

Ab wann ist der Schutz vor einer Schwangerschaft gegeben?

Der Schutz vor einer Schwangerschaft ist beim Einsatz einer Hormonspirale direkt gegeben, die Veränderung des Blutungscharakters dauert jedoch meistens drei bis sechs Monate. Gerade in den ersten Wochen nach Verwendung der Hormonspirale sind auch Zwischenblutungen oder längere Blutungszeiten während der Periode möglich. Ich bleibe für Sie immer Ihre Ansprechpartnerin, sodass Sie mich bei Blutungsunregelmäßigkeiten zurate ziehen können.

Was mache ich, wenn ich noch ein Kind bekommen möchte?

Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, lassen Sie die Hormonspirale von mir wieder entfernen und können einen Monat nach der Entfernung schwanger werden. Die Hormonspiralen haben keinen nachteiligen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Kann Mirena® nach einer Geburt und in der Stillzeit angewendet werden?

Mirena® kann nach einer Geburt angewendet werden, sobald die Gebärmutter wieder ihre normale Grösse erreicht hat und sicher gestellt ist, dass keine Plazenta- oder Eihautreste in der Gebärmutterhöhle zu finden sind (also auch keine Lochienblutungen mehr vorliegen). Dies ist üblicherweise 6-8 Wochen nach Geburt der Fall.

Mirena® enthält das Gestagen Levonorgestrel, welches die Milchproduktion nicht beeinflusst. Seit Jahren wurde zur hormonalen Verhütung die „Minipille“ eingesetzt, welche in weit höherer Dosierung Gestagene freisetzt. Mit Mirena® gelangen nur geringste Mengen an Hormonen in die Muttermilch. Nach heutigem Wissensstand haben diese kleinsten Gestagenmengen keinen negativen Einfluss auf den Säugling.

Schützen die Hormonspiralen vor Geschlechtskrankheiten?

Nein, eine Hormonspirale schützt nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, aber nicht vor Geschlechtskrankheiten oder sexuell übertragbaren Krankheiten wie einer HIV-Infektion.

Sind Hormonspiralen zuverlässige Verhütungsmethoden?
Ja, laut Statistik werden mit Mirena® nur 0,16 von 100 Frauen und mit Jaydess® 0,33 von 100 Frauen schwanger.

Kann ich mit einer Hormonspirale Tampons benutzen?

Ja. Sie sollten nur vorsichtig mit den Fäden der Hormonspirale sein.
Können die Spiralen verrutschen oder ausgestoßen werden?
Nein. Auch unter extremen Bedingungen wie Leistungssport bleiben die Spiralen in der Gebärmutter. Nichtsdestotrotz sollte die richtige Lage der Spirale regelmäßig per Ultraschall von mir untersucht werden.

Wie oft muss ich mich mit Mirena® gynäkologisch untersuchen lassen?

Nach der ersten Nachkontrolle, 1-2 Monate nach Einlegen von Mirena, erfolgen die weiteren Kontrollen im üblichen Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung.

Was sind die mögliche Nebenwirkungen?

Arzneimittel können neben den erwünschten Hauptwirkungen auch unerwünschte Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen haben. Nebenwirkungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Hormonspiralen beobachtet wurden, jedoch nicht bei jeder Patientin auftreten müssen, werden Ihnen im Gespräch mit mir genannt. Eine häufige Nebenwirkung von Hormonspiralen ist, dass sie in den ersten 3-6 Monaten Schmier- und Zwischenblutungen verursachen können. Manche Frauen empfinden auch die Abschwächung oder den Wegfall der Periode als unangenehm. Selten treten Hautveränderungen (v.a. Akne) oder Stimmungsschwankungen auf. Nebenwirkungen treten häufiger während der ersten Monate nach dem Einlegen auf und klingen bei längerer Anwendung in der Regel ab.

Manche Frauen empfinden das Einlegen der Spirale als schmerzhaft. Falls eine Patientin sehr schmerzempfindlich ist oder der Gebärmutterhalskanal sehr eng ist und aufgedehnt werden muss, bieten wir das Einlegen der Kupfer-, Gold-, Silber- oder Hormonspirale in einer Kurznarkose an.

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