Vaginaler Verhütungsring

Was ist ein Verhütungsring?

Das Vorbeugen vor ungewollter Schwangerschaft mit dem Verhütungsring ist eine hormonelle Verhütungsmethode, bestehend aus einem Östrogen und Gestagen (Gelbkörperhormon). Der formbare Ring wird von der Frau selbst für 3 Wochen in die Scheide eingesetzt, vergleichbar mit dem Einlegen eines Tampons. Der Verhütungsring kann innerhalb von 24 Stunden für 3 Stunden entfernt werden – etwa bei Geschlechtsverkehr oder zur Reinigung. Nach 3 Wochen wird der Ring für eine Woche entfernt. In dieser Zeit bekommt die Frau eine Hormonentzugsblutung ähnlich der Regelblutung. Dabei wirkt er auf die gleiche Weise wie die Antibabypille oder das Implanon Verhütungsstäbchen. Er ist besonders geeignet für Frauen, die die Antibabypille nicht einnehmen können oder wollen. Gründe dafür sind beispielsweise eine Magen-Unverträglichkeit der Pille.

Wirkungsweise des Verhütungsrings

Der Verhütungsring sendet kontinuierlich die Hormone Östrogen und Gestagen, also die selben Wirkstoffe wie bei der Antibabypille, aus. Die Hormone haben maßgeblichen Einfluss auf den Menstruationszyklus und damit der Fruchtbarkeit der Frau. Östrogen und Gestagen täuschen dem Körper eine Schwangerschaft vor, ohne dass Samenzellen zu einer tatsächlichen Befruchtung geführt haben. In der Folge lässt der weibliche Körper, in der Annahme er sei schwanger, keine weiteren Eizellen heranreifen. Das Gestagen verdickt zusätzlich den Schleim, der den Gebärmuttermund verschließt und damit für Spermien undurchlässig macht. Auf diese Weise schützt der Verhütungsring sehr verlässlich und sicher vor einer tatsächlichen Schwangerschaft.

Der Verhütungsring beim Geschlechtsverkehr

Der Verhütungsring kann während des Geschlechtsverkehrs bedenkenlos getragen werden. Sollte er jedoch stören, kann er wie ein Tampon entfernt und wieder eingeführt werden. Der Verhütungsring kann innerhalb von 24 Stunden für 3 Stunden entfernt werden.

Empfehlungen zum Verhütungsring

Der Verhütungsring bewahrt die Frau vor Einnahmefehlern, wie etwa bei der Pille. Er ist außerdem nicht oder kaum spürbar während er getragen wird und kann außerdem so leicht wie ein Tampon eingesetzt und wieder herausgenommen werden. Im Gegensatz zur Pille reagiert der Körper durch die Hormone im Vaginalbereich teilweise mit Kopf- oder Unterleibsschmerzen. Scheidenentzündungen bilden die Seltenheit.
Grundsätzlich erheben unsere Ärzte vor jeder Verschreibung von hormonalen Verhütungsmitteln (Pille, Verhütungsring, Pflaster, Spritze, Implantat, Hormonspirale), insbesondere vor der Erstverschreibung, eine ausführliche Eigen- und Familienanamnese und bewertet eventuell vorhandene Risikofaktoren, z.B. Thrombophilie, Lebererkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, Übergewicht, Anorexie, Leistungssport, Hypertonie. Über jegliche Risiken klären Sie unsere Ärzte in einem persönlichen Gespräch auf. Dabei kann nach einer kurzen Untersuchung auch festgestellt werden, wie wahrscheinlich Ihre Anfälligkeit für Nebenwirkungen ist.

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