Verhütungsstäbchen

Was ist ein Verhütungsstäbchen?

Ein subcutanes Verhütungsstäbchen (Fachbegriff: Etonogestrel-Implantat) ist ein kleines, dünnes und biegsames Stäbchen, dass in den Arm der Frau eingesetzt wird und über drei Jahre hinweg ein Hormon ausschüttet, dass die Frau vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt. Unsere Ärzte setzen das Stäbchen schmerzfrei und schnell unter die Haut am Oberarm ein, wo es von außen ein wenig tastbar aber nicht sichtbar ist.

Das Einsetzen

Das Einsetzen sollte zwischen dem ersten und dem fünften Tag des Menstruationszyklus erfolgen. Die ersten sieben Tage nach dem Einsetzen sollte zusätzlich (z.B. mit einem Kondom) verhütet werden.
Sollten Sie die Verhütung vorzeitig beenden wollen oder spätestens nach 3 Jahren muss das Verhütungsstäbchen wieder entfernt werden. Es kann jederzeit in örtlicher Betäubung nach Legen eines kleinen Hautschnittes von ca. zwei Millimeter Länge entfernt werden. Es gilt als sicherste hormonelle Verhütungsmethode, da die Frau nicht vergessen kann, es zu nutzen (wie zum Beispiel bei der Antibabypille).

Wirkungsweise des Verhütungsstäbchens

Das Verhütungsstäbchen enthält das Hormon Etogenestrel. Es zählt zu den Hormonen der Gestagene, die auch bei der Antibabypille zum Einsatz kommen. Es daher auch dieselbe Wirkung, wie eine Antibabypille: Dem Körper wird durch die vermehrte Verabreichung des Hormons eine Schwangerschaft signalisiert. Da der nötige Samen für eine tatsächliche Schwangerschaft jedoch fehlt, verarbeitet der Körper die unbefruchtete Schwangerschaft einfach – mit dem Effekt das während des Prozesses eine weitere Schwangerschaft ausgeschlossen ist.

Welche Nachteile hat das Verhütungsstäbchen?

Zur Entfernung des Implantats ist immer ein kleiner Eingriff notwendig. Im Falle einer vorzeitigen Entfernung kann der finanzielle Aufwand im Vergleich zu einer Pille erheblich höher sein, während der Preis für ein Verhütungsstäbchen bei einer normalen Liegedauer von drei Jahren ähnlich hoch wie bei einem Pillenpräparat ist. Das Verhütungsstäbchen schützt nicht vor AIDS oder anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen!

Welchen Frauen sollte diese Verhütungsmethode nicht verschrieben werden?

Grundsätzlich erheben unsere Ärzte vor jeder Verschreibung von hormonalen Verhütungsmitteln (Pille, Verhütungsring, Pflaster, Spritze, Implantat, Hormonspirale), insbesondere vor der Erstverschreibung, eine ausführliche Eigen- und Familienanamnese und bewertet eventuell vorhandene Risikofaktoren, z.B. Thrombophilie, Lebererkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, Übergewicht, Anorexie, Leistungssport, Hypertonie. Bei Frauen, die unter bestimmten hormonabhängigen Tumoren leiden, sowie bei Bestehen von Thrombosen, Embolien und schweren Lebererkrankungen darf das Stäbchen nicht zur Anwendung kommen. Bei Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe des Präparats darf dieses nicht verschrieben werden.

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