Schwangerschaft unter Immunsuppression

Immunsuppressiva werden Frauen verschrieben, wenn das eigene überschießende Immunsystem beispielsweise nach einer Organtransplantation oder bei Autoimmunkrankheiten abgeschwächt werden soll.

Immunsuppressiva dürfen häufig in der Schwangerschaft nicht abgesetzt werden, müssen aber oftmals unter professioneller Anleitung und Kontrolle stufenweise umgestellt werden.

Ziel ist es nur solche Medikamente während der Schwangerschaft einzunehmen, deren Risiken für das ungeborene Kind abschätzbar und tolerabel sind. Manche Immunsuppressiva können zu fetalen Fehlbildungen führen und müssen daher abgesetzt bzw. umgestellt werden.

Zu bedenken ist auch, dass sich bestimmte Immunsuppressiva im Körper des Kindes anreichern, sodass die kindlichen Medikamentenspiegel im Blut sogar über denen der Mutter liegen können, was zu vorübergehenden Veränderungen des kindlichen Immunsystems führen kann. Dies ist vor Allem für die Zeit nach der Geburt wichtig. Es kann in seltenen Fällen zu Infektionen kommen und in der im ersten Lebensjahr des Kindes sollte auf Lebendimpfstoffe verzichtet werden.

Häufig werden immunsuppressive Medikamente nicht alleine verordnet, sondern zusammen mit einer manchmal recht umfangreichen Begleitmedikation aufgrund oftmals vorhandener weiterer Erkrankungen, wie beispielsweise Bluthochdruck. Diese Medikamente müssen ebenfalls häufig vor einer Schwangerschaft umgestellt werden und die Begleiterkrankungen monitiert werden.

Trotz alledem hat sich in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die Verbesserung der Medikamente und Operationstechniken die Lebensqualität immunsupprimierter Frauen deutlich verbessert und damit kommt das Thema Kinderwunsch und Schwangerschaft unter Immunsuppression immer häufiger in den Fokus der Geburtshilfe.
Die Überwachung einer schwangeren Patientin unter Immunsuppression sollte ausschließlich durch Fachärzte erfolgen, die ausreichend Erfahrung mit dieser Thematik haben. Auch die Entbindung empfiehlt sich in einem Krankenhaus anzustreben, das die Zusammenarbeit Ihrer Fachärztin mit Nephrologen, Transplantationsnachsorge-Ambulanzen, Leberspezialisten usw garantieren kann.

Frau Dr. Helmy-Baders klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Risiko- und Hochrisikoschwangerschaften. Als Leiterin einer Spezialambulanz für immunsupprimierte Frauen mit Kinderwunsch an der Medizinischen Universität Wien, kann sie dieses Wissen auch in der Ordination zur Verfügung stellen.
Genaue Kenntnis der möglichen Risiken, die eine Erkrankung oder bestimmte Medikamente auf die Schwangerschaft haben können, ebenso wie eine präzise Planung der Behandlung während der Schwangerschaft und ggf. die rechtzeitige Umstellung der Medikation ermöglichen auch Frauen, die immunsuppressive Medikamente einnehmen, eine schöne und unbeschwerte Schwangerschaft zu erleben und Mutter zu werden.

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