Blutungsstörungen

Blutungs- oder Zyklusstörungen, auch Blutungsanomalien genannt, gelten als „Abweichungen“ von einer normalen, regelmäßigen Menstruationsblutung.

Arten der Blutungsstörungen

Die Ausprägung kann dabei sehr unterschiedlich sein: Bei den so genannten Regeltempostörungen schwanken die Intervalle zwischen den Blutungen (zu häufige oder zu seltene Blutungen). Sind die Blutungen zu stark, zu schwach, zu lang oder zu kurz, dann ist folglich das Blutungsmuster verändert. Man spricht von Regeltypusstörungen. Außerdem kann die Regelblutung komplett ausbleiben, sehr unregelmäßig sein, lange anhalten oder es können Zusatzblutungen und Schmierblutungen auftreten.

Ursachen

Für die zahlreichen Ausprägungen von Menstruationsstörungen gibt es auch mannigfaltige Ursachen. Hinter Blutungsstörungen können die verschiedensten organischen oder hormonellen Faktoren stehen, z. B. Erkrankungen der Geschlechtsorgane (Myome, Polypen, Gebärmutterkrebs,…), Schilddrüsenfunktionsstörungen aber auch Diabetes, leber- oder Nierenerkrankungen können ursächlich sein. Ebenso beeinflussen Stress, Konflikte in der Partnerschaft und im Sexualleben oder unerfüllter Kinderwunsch das Blutungsverhalten. Auch Über- oder Mangelernährung sowie Leistungssport können sich auf den Hormonhaushalt und auf die Menstruation auswirken.

Behandlung von Blutungsstörungen

Zur Behandlung von Blutungsstörungen stehen zunächst verschiedene Medikamente und Naturheilverfahren zur Verfügung. Auch Stressabbau, Umstellung der Ernährungsgewohnheiten können Abhilfe schaffen. Um Blutungsstörungen dauerhaft zu beheben, müssen die Auslöser für die Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus erkannt und therapiert werden. Manchmal kann auch eine Operation (Endometriumablation, Curettage, Hysteroskopie, Hysterektomie,…) erforderlich sein. Hierfür werden Sie von Frau Dr. Helmy-Bader je nach Art der Blutungsstörung ausführlich untersucht. Eine gynäkologische Spekulauntersuchung, ein Vaginalultraschall der Gebärmutter und Eierstöcke, ein Krebs- und Infektionsabstrich, eine Tastuntersuchung, Blutuntersuchungen, ein Hormonstatus sowie ein Schilddrüsencheck können erforderlich sein.

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