Die Schilddrüsenhormone regulieren das Körpergewicht über den Kohlehydratstoffwechsel, auch Fett- und Eiweißmetabolisierung werden gesteuert. Die Funktion des Herz-Kreislaufsystems, Organ- und Längenwachstum sowie die geistige Entwicklung bei Ungeborenen und Kindern in der Schangerschaft aber auch die Fruchtbarkeit der Frau sind wesentlich von einer guten Balance der Schilddrüsenhormone abhängig. Haarwuchs und Hautbeschaffenheit werden ebenfalls von den Schilddrüsenhormonen beeinflusst.
Die Schilddrüse wird über den Hypothalamus im Gehirn und über die, ihm untergeordnete, Hypophyse zur Hormonproduktion angeregt.
Zu den wichtigsten Schilddrüsenhormonen gehört das L-Thyroxin (T4), eine inaktive Form, und das Trijodthyronin (T3), eine aktive Form. Für diesen Vorgang benötigt der Körper das Enzym Dejodinase, was bei manchen Menschen nur eingeschränkt möglich ist.
Vor Allem bei übergewichtigen Menschen kann häufig ein Mangel dieses Enzyms festgestellt werden.
Aber auch Autoimmunkrankheiten, also ein Zustand, bei welchen Ihr Körper die eigene Schilddrüse oder deren Hormone als fremd erachtet und gegen sie mit Antikörperbildung vorgeht, können zu Änderungen der Schilddrüsenaktivität und damit zu Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Übergewicht führen.
Schilddrüsenfunktionsstörungen treten bei Frauen wesentlich häufiger auf als bei Männern. Etwa jede zehnte Frau ist von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Untersuchungen ergaben, dass das Körpergewicht bei Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)bis zu 15-30 % über jenem gesunder Menschen liegt.
Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist das Körpergewicht hingegen um durchschnittlich 15 % verringert.
Frau Dr. Helmy-Bader kann mit Hilfe eines Schilddrüsenchecks ggf. mit Antikörperbestimmung eine eventuelle Schilddrüsenhormonstörung diagnostizieren. Im Falle einer Hypothyreose werden die fehlenden Schilddrüsenhormone substituiert – also medikamentös verabreicht. Häufig verlieren die Frauen das überschüssige Gewicht sehr schnell und die Fruchtbarkeit kann gesteigert werden. Die zusätzliche Einnahme der Mikronährstoffe Selen und Zink kann zu einer eindeutigen Aktivitätssteigerung des Enzyms Dejodinase führen und so ebenfalls zu einer Gewichtsreduktion führen.
